Die Maschine befindet sich in einem sehr guten Zustand und stammt aus der Serienfertigung von Hauptwellenlagern für Offshore-Windenergieanlagen bei SKF. Sie wurde für die hochpräzise Endbearbeitung der Seitenflächen großdimensionierter Wälzlager eingesetzt. Die Bearbeitung dieser sicherheitsrelevanten Bauteile stellt höchste Anforderungen an Maßhaltigkeit, Oberflächengüte und Prozesssicherheit.
Im Jahr 2011 wurde die Maschine einer umfassenden mechanischen und elektrotechnischen Generalüberholung unterzogen. Im Zuge dieser Modernisierung wurde die komplette Automatisierungs- und Antriebstechnik auf Siemens-Technologie umgestellt.
Schleifspindel und Tischantrieb
Der Hauptschleifmotor (Siemens 1LG6316) leistet 160 kW bei 1.490 U/min. Ein Siemens Sikustart-Gerät sorgt für sanften Anlauf und schonendes Bremsen der Spindel. Der Rundtisch wird von einem 7,5 kW Siemens-Motor (1LA6) angetrieben, dessen Drehzahl über einen Siemens-Frequenzumrichter stufenlos geregelt wird.
Steuerung und Zustellung
Die Steuerung übernimmt eine Siemens SIMATIC S7-300 SPS in Verbindung mit einem 4,5-Zoll-Bedienpanel (Siemens OP77B) am erneuerten Bedienpult. Über das Panel werden Parameter wie Geschwindigkeiten, Zustellmaße und Pausenzeiten eingegeben sowie Diagnosen angezeigt. Die vertikale Zustellung (Z-Achse) erfolgt über einen Siemens 1FK7 Servomotor (25,6 Nm, 3.000 U/min) mit Simodrive 611U Regelkarte für exakte Mikrozustellungen
Messtechnik und Schaltschrank
Ein über PROFIBUS eingebundenes MARPOSS P7 In-Process-Messsystem misst den Materialabtrag in Echtzeit und schaltet beim Sollmaß automatisch ab. Der Schaltschrank ist in Leistungs- und Steuerungsteil unterteilt und mit einem Klimagerät ausgerüstet. Die Leitungen zu beweglichen Bauteilen liegen in Metall-Schutzschläuchen. Eine vollständige Elektrodokumentation mit Schaltplänen und SPS-Programm ist vorhanden